MPC Capital: Österreichische Vertriebstochter in Liquidation

Nach dem Vertrieb von Fondsbeteiligungen an tausende Kleinanleger wurde die österreichische Tochter der MPC Capital AG im November 2012 liquidiert.


Wien, am 28. Jänner 2013

Die Jahre zwischen 2002 – 2010 waren gute Zeiten für das deutsche Emissionshaus MPC Münchmeyer Petersen Capital AG. In Zusammenarbeit mit österreichischen Banken (Raiffeisenbank, Erste Bank, etc) wurden am heimischen Markt tausende Beteiligungen an Immobilienfonds-, Schiffsfonds- und Lebensversicherungsfonds verkauft.

Inzwischen sind viele der vertriebenen Fonds wirtschaftlich angeschlagen. Kein Wunder, dass sich die österreichische MPC-Tochter nun zurückzieht: So wurde Ende November 2012 die „MPC Münchmeyer Petersen Capital Austria GmbH“ in die „CPM Anlagen Vertriebs GmbH in Liquidation“ umfirmiert und die Liquidation im Firmenbuch kundgemacht.

Zurück bleiben tausende österreichische Anleger, die MPC-Fondsbeteiligungen gekauft haben. Viele dieser in Österreich vertriebenen Fonds (z.B. Holland Fonds, Schiffsfonds Mahler Star, Reefer Flotte I und Reefer Flotte II) sind inzwischen in finanziellen Nöten oder bereits insolvent (MPC-Schiffsfonds Merkur Sky).

Anleger wurden oft schlecht beraten

Die Fälle unserer geschädigten Mandanten zeigen deutlich: Banken und Vermögensberater haben ihre Kunden beim Verkauf der MPC-Fonds oft nur unzureichend aufgeklärt, sodass viele Anleger gar nicht wussten, dass sie hochriskante Unternehmensbeteiligungen kaufen. Unserer Erfahrung nach, wurden Konsumenten oft über folgende Risiken falsch aufgeklärt:

  • Totalverlustrisiko,

  • eine mögliche Nachschusspflicht,

  • Währungsrisiken,

  • überlange Laufzeiten ohne oder mit äußerst nachteiliger Kündigungsmöglichkeit,

  • gravierende finanzielle Verluste bei einem vorzeitigen Ausstieg,

  • schwieriger und verlustreicher Verkauf von Fondsanteilen, da diese nicht an der Börse gehandelt werden und der Zweitmarkt absolut unterentwickelt ist,

  • hohe Innenprovisionen für den Vertrieb, die zusätzlich zum Agio sogar über 20 % der Einlage ausmachen können,

  • Gefahr der Rückforderung von Ausschüttungen im Fall der Insolvenz.

Unser Einsatz für geschädigte Anleger

Anleger, die falsch beraten worden sind, haben Anspruch auf Rückzahlung der Einlage und Ersatz des entgangenen Zinsgewinns gegen Übertragung der Fondsbeteiligung. Wir machen die Ansprüche unserer Mandanten gegen Banken und Vermögensberatern geltend.

Achtung Verjährung!

Wer falsch beraten worden ist, sollte rasch handeln: Die Verjährung beginnt ab dem Zeitpunkt zu laufen, ab dem ein Anleger erkennen kann, dass er falsch beraten wurde, nicht erst dann, wenn der Fonds mit Verlust verkauft wird. Wer sich vertrösten lässt oder zu lange wartet, läuft Gefahr, dass seine Ansprüche verjähren.

Unser Angebot

Die Kanzlei Schumacher ist auf die Vertretung geschädigter Anleger spezialisiert. Wenn Sie im Zusammenhang mit dem Erwerb eines geschlossenen Schiffs- oder Immobilienfonds geschädigt worden sind oder Ausschüttungen von Ihnen zurückgefordert werden, stehen wir Ihnen für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche zur Verfügung.

Gerne klären wir mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung ab, welche Möglichkeiten für Ihren Fall bestehen. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage. Schicken Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage oder rufen Sie uns an: 01-890 89 65.