Staatsbürgerschaft: VfGH beseitigt Diskriminierung unehelicher Kinder

Im Staatsbürgerschaftsgesetz konnte die österreichische Staatsbürgerschaft von einem Vater nur dann abgeleitet werden, wenn dieser mit der ausländischen Mutter verheiratet war. Uneheliche Kinder österreichischer Väter bekamen dagegen die österreichische Staatsbürgerschaft nicht mit Geburt, sondern nur durch Verleihung.


Wien, 22. Jänner 2013

Der Gleichheitsgrundsatz sieht vor, dass uneheliche Kinder nicht schlechter gestellt werden dürfen als eheliche Kinder. Trotzdem bestand lange Jahre eine Diskriminierung von unehelichen Kindern: War die Mutter Österreicherin, bekam das Kind automatisch mit Geburt die Staatsbürgerschaft. Hatte jedoch nur der Vater die österreichische Staatsbürgerschaft, wurde sein Kind als Ausländer geboren - die österreichische Staatsbürgerschaft musste extra beantragt werden. Das war nicht nur umständlich, sondern mit hohen Kosten verbunden.

Diskriminierung ist verfassungswidrig

Der Verfassungsgerichtshof hat in einem Anfang Jänner 2013 veröffentlichten Erkenntnis G 66/12, G 67/12 entschieden, dass die Diskriminierung zwischen ehelichen und unehelichen Kindern verfassungswidrig ist. Das bedeutet: Kinder erhalten die österreichische Staatsbürgerschaft durch Geburt, wenn ein Elternteil Österreicher/in ist - egal ob die Eltern verheiratet sind oder nicht. Diese Verbesserung gilt ab 1.1.2014.

Unser Angebot

Wir sind spezialisiert auf die Durchsetzung von Grundrechten. Wir helfen Ihnen bei der Antragstellung für die österreichische Staatsbürgerschaft. Wir begleiten Sie im Verfahren und führen für Sie Beschwerde vor dem Verwaltungs- oder Verfassungsgerichtshof, wenn Ihnen die Staatsbürgerschaft zu Unrecht verweigert wird. Gerne stehen wir Ihnen für eine kostenlose Ersteinschätzung zur Verfügung.