MPC Holland 59: Dramatischer Wertverlust der Fondsimmobilien

Der Verkehrswert der Fondsimmobilien sinkt schier unaufhaltsam und lässt die letzten Hoffnungen der Anleger auf eine vermeintlich „gute und sichere Investition in Grund und Boden“ schwinden. Trotz hoher Kreditrückzahlungen und Sondertilgungen sind die aushaftenden Bankschulden des MPC Holland 59 gleich hoch wie der Wert sämtlicher Fondsimmobilien. Selbst bei einem Verkauf der Fondsimmobilien würden die Anleger ihr investiertes Geld nicht zurückbekommen.


Wien, 24. Juni 2014

Niederösterreichische Raiffeisenbanken haben ab 2005 den geschlossenen Immobilienfonds MPC Holland 59 exklusiv vertrieben. Nach den uns vorliegenden Vertriebsunterlagen wurde der MPC Holland 59 als eine „seit jeher bewährte, konservative Investition mit Sicherheitspuffer und einem Höchstmaß an Transparenz“ angepriesen.

Im krassen Gegensatz zu diesen Anpreisungen schreibt der MPC Holland 59 – wie so viele andere Holland Fonds –  hohe Verluste. Diese beliefen sich z.B. im Jahr 2011 auf rund 4,92 Millionen Euro und im Jahr 2012 auf rund 2,73 Millionen Euro.

Damit noch nicht genug, ist der Verkehrswert sämtlicher Fondsimmobilien des MPC Holland 59 zuletzt dramatisch gesunken. So betrug er Ende 2011 insgesamt 49,12 Millionen Euro-; Ende 2012 nur mehr rund 42,88 Millionen Euro. Der Wertverlust in einem einzigen Jahr beträgt daher rund 12,7°%.

Besonders alarmierend ist, dass die Verbindlichkeiten des MPC Holland 59 bei der die Anschaffung der Fondsimmobilien finanzierenden Bank nahezu gleich hoch sind wie der Verkehrswert sämtlicher Fondsimmobilien. Ausgehend von diesem Verkehrswert könnte daher ein Erlös aus dem Verkauf der Fondsimmobilien praktisch nur die Bankschulden abdecken. Ein Überschuss für die Anleger - und damit die zumindest (teilweise) Rückzahlung ihres veranlagten Kapitals – wäre daraus nicht zu erwarten.

Ausschüttungen eingestellt

Wegen der anhaltend negativen Entwicklung musste der MPC Holland 59 bereits Sondertilgungen an die finanzierende Bank in Höhe von fast 10 Millionen Euro leisten. Nach dem jüngsten Geschäfts- und Treuhandbericht der Fondsgesellschaft ist auch im Jahr 2014 mit weiteren notwendigen Sondertilgungen zu rechnen. Daher wurden in den vergangenen Jahren keine Ausschüttungen an die Anleger gezahlt. Auch in Zukunft sind keine Ausschüttungen zu erwarten.

Eine Besserung ist nicht in Sicht, da die Nachfrage nach holländischen Büroimmobilien im Keller ist. Bemerkenswert ist, dass die Fondsgesellschaft in den vergangenen Jahren stets eine Erholung der Marktsituation für das jeweilige Folgejahr prognostiziert hat, was aber nie eintrat. Die Anleger wurden daher immer nur vertröstet. Derzeit sind noch sämtliche Fondsimmobilien zu 100°% vermietet. Es ist aber äußerst ungewiss, ob die Immobilie in der Stadt Gouda im Jahr 2015 überhaupt vermietet werden kann. Es drohen daher noch höhere Verluste.

Nach derzeitigem Stand werden Anleger nicht einmal ihr eingesetztes Geld (vollständig) zurückbekommen. Bei anhaltendem Wertverfall der Fondsimmobilien droht im schlimmsten Fall gar der Totalverlust der Einlage. Zudem besteht sogar die Möglichkeit, dass von Anlegern bereits erhaltene Ausschüttungen zurückgefordert werden, wenn der Verkaufserlös nicht ausreicht, um das Darlehen zurückzuzahlen. Dieses Szenario ist bereits bei den Schwesternfonds MPC Holland 43, MPC Holland 47, MPC Holland 53 und MPC Holland 56 eingetreten.

Haftungsansprüche

Für viele Anleger ist es unverständlich, warum es so weit kommen konnte und nunmehr neben des Totalverlusts des eingesetzten Kapitals die Rückforderung erhaltener Ausschüttungen droht. Dabei war der MPC Holland 59 – wie andere MPC-Fonds –  von Anfang an so konzipiert, dass den Anlegern keine Gewinne ausgeschüttet, sondern nur ihr einbezahltes Kapital zurückbezahlt wird. Obwohl Banken und Vermögensberater dies wussten (oder wissen hätten müssen), haben sie Anleger in der Regel nicht über diesen wichtigen Hintergrund und vor allem nicht über die damit verbundenen Haftungsrisiken aufgeklärt.

Bei Nichtaufklärung über dieses konkrete Haftungsrisiko liegt eine Falschberatung vor; Anleger haben dann Schadensersatzansprüche gegen die Unternehmen, in deren Namen die Berater und Vermittler aufgetreten sind.

Achtung Verjährung!

Wenn Sie falsch beraten worden sind, ist es wichtig, dass Sie rasch handeln: Die Verjährung beginnt ab dem Zeitpunkt zu laufen, ab dem ein Anleger erkennen kann, dass er falsch beraten wurde, nicht erst dann, wenn der Fonds mit Verlust verkauft wird. Wer sich vertrösten lässt oder zu lange wartet, läuft Gefahr, dass seine Ansprüche verjähren.

Unser Angebot

Die Kanzlei Schumacher vertritt bereits zahlreiche Geschädigte des MPC Holland 59 gegenüber Raiffeisenbanken, die diesen exklusiv Fonds vermittelt haben. Wenn auch Sie im Zusammenhang mit dem Erwerb des MPC Holland 59 geschädigt worden sind oder Ausschüttungen von Ihnen zurückgefordert werden, stehen wir Ihnen für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche zur Verfügung.

Gerne klären wir mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung ab, welche Möglichkeiten für Ihren Fall bestehen. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage. Schicken Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage oder rufen Sie uns an: 01-890 89 65.