MPC Holland 43: Finanzierungskonzept gescheitert. Insolvenzgefahr steigt.

Der MPC Fonds Holland 43 befindet sich in wirtschaftlichen Nöten. Nach dem Scheitern eines Finanzierungskonzepts sollen Anleger nun verpflichtet werden, erhaltene Ausschüttungen zurückzuzahlen.


Wien, am 7. Juni 2013

Schlechte Nachrichten für Anleger des MPC-Fonds Holland 43: Die finanzielle Lage spitzt sich weiter zu. Anleger wurden bereits zu freiwilligen Nachschüssen aufgefordert (wir haben berichtet). Da diese Maßnahme nicht den erhofften Erfolg brachte, wird der Druck auf Anleger nun erhöht. In einem uns vorliegenden Schreiben vom 30. Mai 2013 wird ein mit der Finanzierungsbank besprochenes Sanierungskonzept vorgestellt, das im Wesentlichen darauf beruht, dass Anleger verpflichtet werden, sämtliche Ausschüttungen zurückzuzahlen. Konkret heißt es:

"Der verbleibende Differenzbetrag in Höhe von EUR 12.000.000 wird von der SKB [Sparkasse Köln Bonn] sofort fällig gestellt, um Sie als Anleger aus §§ 171, 172 Absatz 4 HGB auf Rückzahlung Ihnen zugeflossener, nicht gewinngedeckter Auszahlungen in Anspruch zu nehmen. Das bedeutet, dass die SKB Sie in Höhe der gesamten an Sie erfolgten Auszahlungen in Anspruch nehmen wird."

Hoher Verlust für Anleger

Die Situation für Anleger könnte schlechter nicht sein: Wird das Sanierungskonzept beschlossen, können sämtliche Ausschüttungen zurückgefordert werden (53,5% der Einlage). Was bleibt, ist die vage Hoffnung, dass eine Insolvenz abgewendet werden kann und die Immobilien irgendwann verkauft werden können, damit Anleger wenigstens noch irgendeinen Betrag zurückerhalten.

Scheitert das Sanierungskonzept, ist nach der Fondsgeschäftsführung umgehend ein Antrag auf Insolvenz zu stellen. In diesem Fall wäre die gesamte Einlage verloren. Erhaltene Ausschüttungen können dann vom Insolvenzverwalter zurückgefordert werden. In beiden Fällen droht also ein weitgehender Verlust, wenn nicht sogar der Totalverlust der Investition!

Chancen auf Schadenersatz bei fehlerhafter Beratung

Nach unserer Erfahrung sind viele Anleger vollkommen unverschuldet in diese missliche Lage geraten. Die Beteiligung am MPC Holland 43 wurde ihnen nämlich von vermittelnden Banken oder Anlageberatern als sichere Veranlagung dargestellt. Kein Wort von Totalverlust oder Kommanditistenhaftung. Keine angemessene Aufklärung über die zahlreichen Risiken oder Nachteile der Veranlagung.

Liegen Beratungsfehler vor, haben geschädigte Anleger gute Chancen, von ihrer Bank oder ihrem Anlageberater Schadenersatz zu erhalten. Sie können das Investitionskapital zurückverlangen und auf Übernahme von Haftungen bestehen. Schadenersatzansprüche sind jedoch wegen drohender Verjährung zügig geltend zu machen.

Unser Angebot

Wir sind als Rechtsanwaltskanzlei auf Kapitalmarktschäden spezialisiert und vertreten bereits zahlreiche Anleger, die durch die Zeichnung des Holland 43 geschädigt wurden. Wir stehen auch Ihnen für eine Durchsetzung Ihrer Ansprüche zur Verfügung.

Gerne klären wir mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung ab, welche Möglichkeiten für Ihren Fall bestehen. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage. Schicken Sie uns Ihre Anfrage oder rufen Sie uns an: 01-890 89 65.