Ausschüttungsrückforderungen bei MPC Holland 47, 53 und 56

Innerhalb von nur drei Wochen haben gleich drei "Hollandfonds" ihre Anleger aufgefordert, erhaltene Ausschüttungen zurück zu zahlen. Für Anleger bedeutet dies nahezu den Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Viele Anleger wurden bei Zeichnung nur unzureichend über wesentliche Zusammenhänge aufgeklärt. Die Kanzlei Schumacher unterstützt daher zahlreiche Anleger bei der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen und bei der Abwehr von Ausschüttungsrückforderungen.


Wien, am 12. August 2014

Heimische Banken und Anlageberater haben die Hollandfonds 47, 53 und 56 des Hamburger Emissionshauses MPC Münchmeyer Petersen Capital AG in den Jahren 2003 - 2005 an tausende österreichische Anleger vertrieben. Wesentliches Verkaufsargument waren die guten Ausschüttungen der Fonds. Den meisten Anlegern wurde allerdings verschwiegen, dass es sich bei diesen Ausschüttungen um keine "echten" Gewinne oder Erträge handelt, sondern nur um die Teilrückzahlung des investierten Kapitals. 

Eine solche Ausschüttungspolitik hat schwerwiegende Folgen: Erhalten Anleger nicht gewinngedeckte Ausschüttungen, kann es unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Kommanditistenhaftung kommen. Nunmehr werden Anleger des 47., 53. und 56. MPC Holland-Fonds zur (freiwilligen) Rückzahlung erhaltener Ausschüttungen aufgefordert.

Was wird gefordert?

MPC Holland 47: Die Anleger werden aufgefordert, bis 15. September 2014 insgesamt 70% der erhaltenen Brutto-Ausschüttungen (die entrichteten Hollandsteuern werden nicht abgezogen) auf ein Treuhandkonto der TVP einzuzahlen. Die Zahlungen sollen der Helaba, die Finanzierungsbank des Fonds, zugehen.

MPC Holland 53: Die Anleger werden aufgefordert, bis 30. September 2014 insgesamt 80% der erhaltenen Brutto-Ausschüttungen (die entrichteten Hollandsteuern werden nicht abgezogen) auf ein Treuhandkonto der TVP einzuzahlen. Die Zahlungen sollen der Helaba, die Finanzierungsbank des Fonds, zugehen.

MPC Holland 56: Die Fondsgeschäftsführung hat den Anlegern mitgeteilt, dass aufgrund eines Nachbesicherungsanspruches der Deutschen Hypothekenbank 6,275 Millionen Euro zu zahlen sind. Dieses Geld soll dadurch aufgebracht werden, indem von den Anlegern die ausbezahlten Ausschüttungen zurück verlangt werden. Die konkrete Höhe der Rückforderung und die Zahlungsfrist wurden den Anlegern noch nicht mitgeteilt.

Anleger haben Haftungsansprüche

Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Wien vom 23. Juli 2014 mussten Anleger - selbst wenn ihnen das Totalverlustrisiko der Beteiligung bekannt war - in verständlicher Weise von ihrem Berater informiert werden, dass es sich bei den Ausschüttungen nur um die Rückzahlung der Einlage handelt.

Ein Anleger muss nämlich vor der Zeichnung wissen, ob es sich bei Ausschüttungen um "echte" Erträge handelt oder um Eigenkapitalrückzahlungen, die von ihm zurückgefordert werden können. Wenn ein Anleger über diese Zusammenhänge nicht aufgeklärt wurde, stehen ihm Schadenersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung zu. Er kann die Rückzahlung seiner Einlage samt Zinsen verlangen. 

Unser Angebot

Die Kanzlei Schumacher vertritt bereits über 500 Geschädigte, die einen geschlossenen MPC Fonds erworben haben. Für viele unserer Mandanten konnten wir bereits Vergleichszahlungen erwirken oder Klagen einbringen.

Wir beurteilen die konkrete Form der Ausschüttungsrückforderung sowohl seitens der Finanzierungsbanken der Fonds als auch der Treuhandgesellschaft TVP rechtlich für angreifbar. Im Auftrag unserer Mandanten gehen wir gegen Ausschüttungsrückforderungen vor und machen Ansprüche wegen fehlerhafter Aufklärung gegen Banken, Anlageberater und gegen die Treuhandgesellschaft geltend. 

Wenn auch Sie im Zusammenhang mit dem Erwerb des MPC Holland 47, 53 oder 56 geschädigt worden sind oder Ausschüttungen von Ihnen zurückgefordert werden, stehen wir Ihnen für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche zur Verfügung.

Gerne klären wir mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung ab, welche Möglichkeiten für Ihren Fall bestehen. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage. Schicken Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage oder rufen Sie uns an: 01-890 89 65.