Probleme mit Lloyd Fonds

Das Hamburger Emissionshaus Lloyd Fonds AG wurde 1995 gegründet und ist auf die Emission von geschlossenen Fonds spezialisiert. Bislang wurden über 100 Fonds in den Bereichen Schifffahrt, Immobilien, Zweitmarkt für Lebensversicherungen, Private Equity etc. auf den Markt gebracht. Ab 2006 war die Lloyd Fonds AG auch in Österreich aktiv und hatte mit der Tochtergesellschaft "Lloyd Fonds Austria GmbH" eine eigene Vertriebsstelle im 3. Wiener Gemeindebezirk. Der Verkauf von Gesellschaftsanteilen an Lloyd-Fonds an österreichische Anleger erfolgte in enger Kooperation mit heimischen Banken (z.B. Raiffeisengruppe) und Vermögensberatern. 

Die Glanzzeiten sind vorbei

Nicht zuletzt durch die internationale Wirtschfts- und Finanzkrise sind Lloyd-Fondsbeteiligungen gehörig ins Trudeln geraten. Einzelne Fonds mussten bereits Insolvenz anmelden. Die angeschlagene Lloyd Fonds AG taucht inzwischen auf Platz 7 der DWS-Liste der größten Kapitalvernichter auf: Die Aktie hat in den letzten 5 Jahren über 96% ihres Werts verloren. Vorbei auch die Österreichaktivität: Die Lloyd Fonds Austria GmbH wurde liquidiert, das Wienbüro geschlossen.

Über Risiken wurde oft nicht aufgeklärt

Lloyd Fonds sind Beteiligungen an geschlossenen Fonds und damit risikoreiche Investments. Die Fälle unserer Mandanten zeigen jedoch, dass über die wesentlichen Risiken und Nachteile von Banken oder Anlageberatern oft nur unzureichend aufgeklärt wurde:

  • Beteiligungen an Lloyd Fonds sind spekulative Veranlagungen mit Totalverlustrisiko. Zur Altersvorsorge oder sicheren Veranlagung sind solche Produkte nicht geeignet.

  • Ausschüttungen waren nicht immer durch Gewinne abgedeckt, sondern wurden aus dem Eigenkapital bezahlt. Dadurch wurde das Eigenkapital ausgehöhlt. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass solche Ausschüttungen als Einlagenrückgewähr angesehen und bei Insolvenz zurückgefordert werden.

  • Neben den für Anleger erkennbaren Ausgabeaufschlägen (Agio) von zumeist 5%, flossen bis zu weiteren 15% des Eigenkapitals als Provisionen an den Vertrieb.

  • Die Fremdkapitalfinanzierung der Fonds erfolgt zum Teil in Fremdwährung und mit nur geringen Tilgungsraten, was zu einem hohen Spekulationsrisiko führt.

  • Ein funktionierender Zweitmarkt für geschlossene Fondsbeteiligungen fehlt, weshalb Beteiligungen an Lloyd Fonds nur sehr schwer verkauft werden können.

  • Die Lloyd Fonds müssen oft für einen (sehr) langen Zeitraum gehalten werden; eine vorzeitige Kündigung ist nicht möglich oder mit großen finanziellen Nachteilen verbunden.

Ansprüche falsch beratener Anleger

Wer beim Erwerb eines Lloyd Fonds von seinem Berater nicht korrekt aufgeklärt worden ist, hat gegen diesen folgende Ansprüche:

  • Geld zurück (samt Zinsen) gegen Rückgabe der Fondsbeteiligung.
  • Haftungsübernahme für etwaige Ausschüttungsrückforderungen.

Unser Angebot

Die Kanzlei Schumacher ist auf die Vertretung geschädigter Anleger spezialisiert. Wenn Sie im Zusammenhang mit dem Erwerb eines geschlossenen Schiffs-, Lebensversicherungs oder Immobilienfonds geschädigt worden sind oder Ausschüttungen von Ihnen zurückgefordert werden, stehen wir Ihnen für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche zur Verfügung.

Gerne klären wir mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung ab, welche Möglichkeiten für Ihren Fall bestehen. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage. Schicken Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage oder rufen Sie uns an: 01-890 89 65.

Welche Lloyd Fonds wurden in Österreich vertrieben?

In Österreich wurden unter anderem folgende Lloyd-Fonds vertrieben:

  • Lloyd Fonds Holland I
  • Lloyd Fonds Holland II
  • Lloyd Schiffsportfolio III
  • Lloyd Fonds Immobilienportfolio Köln
  • Lloyd Fonds Premium Portfolio Austria