HCI Capital AG Fonds unter Druck

Das Emissionshaus HCI Capital AG mit Sitz in Hamburg hat sich auf die Platzierung von Schiffsfonds spezialisiert. Einige der über 400 Schiffsfonds wurden auch in Österreich verkauft. Allein zwischen 2004 - 2008 wurden bei österreichischen Anlegern rund 113 Millionen Eigenkapital mit Hilfe von heimischen Banken (z.B. Erste Bank, Sparkassen) und Anlageberatern eingeworben. Heute droht vielen Anlegern der Totalverlust ihrer Veranlagung.

Die deutsche HCI Gruppe wurde 1985 gegründet und hat bislang über 500 Fonds mit einem Gesamtinvestitionsvolumen über 15 Milliarden Euro auf den Markt gebracht. Bei Schiffsfonds gilt die HCI Gruppe als eines der führenden Emissionshäuser. 2004 erfolgte der Markteintritt auch in Österreich, wo als erstes "Österreicher Schiff" die "Jula S" platziert wurde. Diesem Schiff folgte der wiederum speziell für den österreichischen Markt konzipierte Fonds "HCI Shipping Select XV".

Der Verkauf von HCI-Fonds erfolgte in Österreich über Anlageberater, Vermögensverwalter und Banken als Vertriebspartner. Häufig wurden die Fonds nach den Berichten von Anlegern als sichere Kapitalanlage mit lukrativen Ausschüttungen vermittelt. Dabei handelte es sich von Beginn an um unternehmerische Beteiligungen mit hohem Verlustrisiko.

Heute sind einige der in Österreich vertriebenen Fonds wirtschaftlich unter gehörigen Druck geraten. Bei der Shipping Select Serie mussten bereits etliche HCI-Schiffe Insolvenz anmelden! Österreichischen Anlegern drohen daher hohe Verluste bis hin zum Totalverlust ihrer Einlage. Die HCI Gruppe hat sich inzwischen aus Österreich zurückgezogen. Die eigenständige österreichische Gesellschaft HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH wurde 2009 aufgelöst.

Häufige Fälle von Fehlberatung

Die Fälle der von uns vertretenen Anleger zeigen, dass oft nicht ausreichend über folgende Risiken und Nachteile aufgeklärt wurde:

  • Totalverlustrisiko,

  • eine mögliche Nachschusspflicht,

  • Währungsrisiken,

  • hohes Fremdkapital, dadurch hohes Spekulationsrisiko,

  • überlange Laufzeiten ohne oder mit äußerst nachteiliger Kündigungsmöglichkeit,

  • gravierende finanzielle Verluste bei einem vorzeitigen Ausstieg,

  • schwieriger und verlustreicher Verkauf von Fondsanteilen, da diese nicht an der Börse gehandelt werden und der Zweitmarkt absolut unterentwickelt ist,

  • hohe Vertriebsvergütung (Provision), die sogar über 20 % der Einlage betragen kann.

Welche Rechte haben geschädigte Anleger?

Schadenersatz wegen Fehlberatung: Wurden Anleger bei der Vermittlung der HCI-Fonds nicht korrekt über bestehende Risiken oder Nachteile aufgeklärt, haben sie Ansprüche gegen ihren Anlageberater oder gegen ihre Bank. Gefordert werden kann die Rückzahlung der Einlage samt entgangenem Zinsgewinn gegen Rückgabe der Fondsbeteiligung.

Abwehr der Rückforderung von Ausschüttungen: Anleger, von denen bereits erhaltene Ausschüttungen zurückgefordert werden, sollten nicht klein beigeben. Zunächst sollten Anleger bei fehlerhafter Aufklärung ihre Bank oder ihren Anlageberater für die Ausschüttungsrückforderungen haftbar machen. In bestimmten Fallkonstellationen kann auch versucht werden, die Forderung von Drittgläubigern abzuwehren. 

Unser Angebot

Wir vertreten als Rechtsanwaltskanzlei zahlreiche Anleger, die sich in Zusammenhang mit dem Erwerb von HCI-Fonds fehlerhaft beraten sehen. Für viele unserer Mandanten konnten wir bereits gütliche Einigungen mit Banken erreichen oder Ansprüche vor Gericht erfolgreich durchsetzen.

Gerne klären wir mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung ab, welche Möglichkeiten für Ihren Fall bestehen. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage. Schicken Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage oder rufen Sie uns an: 01-890 89 65.

Welche HCI-Fonds wurden in Österreich vertrieben?

HCI Shipping Select XV

HCI Shipping Select XVII

HCI Shipping Select XX

HCI Shipping Select XXIV

HCI Shipping Select 26

HCI Shipping Select 28

HCI Austria

HCI Renditefonds III

HCI Renditefonds IV

HCI Renditefonds V

HCI MS "Jula S" H+H Schepers Reederei GmbH & Co. KG