Schiffs- und Immobilienfonds

Geschlossene Schiffs- oder Immobilienfonds sind Anlageprodukte aus Deutschland, die im letzten Jahrzehnt auch an österreichische Anleger verkauft wurden. Nach derzeitigem Wissensstand wurden in Österreich zwei Milliarden Euro eingeworben. Den Vertrieb übernahmen große österreichische Bankinstitute und gewerbliche Vermögensberater. Banken haben geschlossene Fonds bevorzugt an ihre Stammkunden und an ein älteres Publikum vermittelt. Heute zeigt sich, dass die meisten geschlossenen Fonds wirtschaftlich in Nöten sind. Viele Anleger bangen um den Totalverlust ihrer Einlage.

Hohes Risiko und falsche Beratung

Die Probleme von heute waren vorhersehbar: Viele Fonds wiesen von Beginn an unrealistische Gewinnprognosen, beträchtliche Risiken und eine viel zu hohe Kostenbelastung auf. Wirtschaftlich unter Druck gekommen, blieben dann nicht nur die prognostizierten Ausschüttungen aus. Auch ein Teil oder - im schlimmsten Fall - das gesamte Fondsvermögen muss abgeschrieben werden. Das geht freilich immer zu Lasten der Anleger, die oft nicht korrekt aufgeklärt wurden, auf welch spekulatives Geschäft sie sich einlassen.

Häufig wurden Anleger über folgende Risiken falsch aufgeklärt:

  • Totalverlustrisiko,
  • eine mögliche Rückzahlungspflicht erhaltener Ausschüttungen,
  • Risiken der zum Teil hohen Fremdfinanzierungsquote der Fonds,
  • Währungsrisiken,
  • überlange Laufzeiten ohne oder mit nachteiligen Kündigungsmöglichkeiten,
  • gravierende finanzielle Verluste bei einem vorzeitigen Ausstieg,
  • schwieriger und verlustreicher Verkauf von Fondsanteilen, da diese nicht an der Börse gehandelt werden und der Zweitmarkt absolut unterentwickelt ist,
  • hohe Vertriebsvergütung (Provision), die sogar über 20 % der Einlage betragen kann.

Anleger, die falsch beraten wurden, sind oft mit beträchtlichen Verlusten konfrontiert. Nicht selten muss ein Totalverlust des eingesetzten Geldes befürchtet werden. In manchen Fällen müssen sogar empfangene Ausschüttungen zurückgezahlt werden. 

Unser Einsatz für geschädigte Anleger

Wir vertreten bereits über 800 geschädigte Verbraucher gegen Banken und Vermögensberater wegen fehlerhafter Anlageberatung. Für unsere Mandanten sind wir in folgenden Schadensfällen tätig:

Kooperation mit dem Verein für Konsumenteninformation

Der Verein für Konsumenteninformation hat die Kanzlei Schumacher beauftragt, Musterprozesse gegen Banken wegen Falschberatung bei geschlossenen Fonds zu führen. Auch wurde im Auftrag des VKI eine Musterklage gegen die Treuhandgesellschaft TVP eingebracht, um Ansprüche gegen Anleger von MPC-Fonds abzuwehren (mehr dazu).

Achtung Verjährung!

Wenn Sie falsch beraten worden sind, ist es wichtig, dass Sie rasch handeln: Die Verjährung beginnt ab dem Zeitpunkt zu laufen, ab dem ein Anleger erkennen kann, dass er falsch beraten wurde, nicht erst dann, wenn der Fonds mit Verlust verkauft wird. Wer sich vertrösten lässt oder zu lange wartet, läuft Gefahr, dass seine Ansprüche verjähren.

Unser Angebot

Wenn Sie mit einem Schiffs- oder Immobilienfonds einen Schaden erlitten haben (oder einen solchen befürchten), helfen wir Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche. 

Gerne klären wir mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung ab, welche Möglichkeiten für Ihren Fall bestehen. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage. Schicken Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage oder rufen Sie uns an: 01-8908965.