21.03.2013 13:28 Alter: 6 yrs

MPC Reefer Flottenfonds 2 – Chancen auf Schadenersatz

Kategorie: Anlegerschutz, Immobilien und Schiffsfonds, Banken und Kredit, MPC-Fonds

Die Zweite Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG (MPC Reefer Flotte 2) vom Emissionshaus Muenchmeyer, Petersen Capital AG wurde auch an österreichische Anleger vertrieben. Der Schiffsfonds kämpft nun mit wirtschaftlichen Problemen, weshalb Anleger den Totalverlust ihrer Beteiligung fürchten.

Wien, am 21. März 2013

Aktuell bestehen für Anleger, denen Anteile an diesem Fonds von einem Anlageberater oder ihrer Hausbank vermittelt worden sind, Chancen, den erlittenen Schaden vollständig ersetzt zu bekommen. Nach unseren Recherchen hatte dieser Schiffsfonds enorm hohe Vertriebskosten, über deren Höhe die Berater die Anleger hätten aufklären müssen.

Viele Anleger, die an den verschiedenen, auch in Österreich vertriebenen geschlossenen Schiffsfonds und Immobilienfonds beteiligt sind, gehen auch heute noch davon aus, dass die vermittelnde Bank oder ein externer Anlageberater nur das in der Beitrittserklärung ausgewiesene Agio in Höhe von 5% für die Vermittlung der Fondsbeteiligung verdient haben.

Hohe Provisionen für die Vermittlung

Dieser durch die Gestaltung der Zeichnungserklärung hervorgerufene Eindruck trügt jedoch. Die tatsächlich von den Banken und Beratern verdienten Provisionen dürften zwischen 12% bis zu 25% der Einlage ausmachen. Dies legen die Angaben in den Kapitalmarktprospekten der Schiffs- und Immobilienfonds nahe (betroffen sind hier Fonds der MPC Muenchmeyer Petersen, der HCI Capital, der König & Cie Gruppe und der Dr. Peters Schiffsfonds). Im Falle des Reefer Flottenfonds 2 betrug der Weichkostenanteil immerhin fast 29%, davon Provisionen allein für die Kapitalbeschaffung in Höhe von 26% (inklusive Agio).

Über eine solche exorbitante Höhe von Vertriebsprovisionen hätten die Berater die Anleger bei Abschluss der Beteiligung aufklären müssen. Denn diese sogenannten Weichkosten stehen von Anfang an nicht zu Erwirtschaftung von Erträgen des Fonds zur Verfügung. Dies führt letztlich zu einer Wertaushöhlung einer solchen Gesellschaftsbeteiligung.

Hinzu kommt, dass die Immobilienfonds und die Schiffsfonds, wie der von der MPC Capital aufgelegte Reefer Flottenfonds 2, regelmäßig eine besonders hohe Fremdfinanzierungsrate – im Fall des Reefer Flotte 2 mehr als 53% der Gesamtinvestition – aufwiesen. Die aufgenommenen Schiffshypothekendarlehen müssen jedoch zunächst bedient werden, bevor der Fonds Gewinne erwirtschaften kann. Schon diese fondsimmanenten hohen Ausgaben führten also neben weiteren Risiken bei vielen geschlossenen Fonds schon nach wenigen Jahren ins finanzielle Desaster.

Welche Rechte haben falsch beratene Anleger?

Schadenersatz wegen Fehlberatung: Wurden Anleger bei der Vermittlung der Fonds nicht korrekt über bestehende Risiken oder Nachteile aufgeklärt, haben sie Ansprüche gegen ihren Anlageberater oder gegen ihre Bank. Gefordert werden kann die Rückzahlung der Einlage samt entgangenem Zinsgewinn gegen Rückgabe der Fondsbeteiligung.

Abwehr der Rückforderung von Ausschüttungen: Anleger, von denen bereits erhaltene Ausschüttungen zurückgefordert werden, sollten nicht klein beigeben. Die Rückforderung wäre nur berechtigt, wenn Ausschüttungen wirtschaftlich eine Rückzahlung der Einlage darstellen und Anleger dies hätten erkennen müssen.

Achtung Verjährung!

Wenn Sie falsch beraten worden sind, ist es wichtig, dass Sie rasch handeln: Die Verjährung beginnt ab dem Zeitpunkt zu laufen, ab dem ein Anleger erkennen kann, dass er falsch beraten wurde, nicht erst dann, wenn der Fonds mit Verlust verkauft wird. Wer sich vertrösten lässt oder zu lange wartet, läuft Gefahr, dass seine Ansprüche verjähren.

Unser Angebot

Die Kanzlei Schumacher ist auf die Vertretung geschädigter Anleger spezialisiert. Wenn Sie im Zusammenhang mit dem Erwerb eines geschlossenen Schiffs- oder Immobilienfonds geschädigt worden sind oder Ausschüttungen von Ihnen zurückgefordert werden, stehen wir Ihnen für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche zur Verfügung.

Gerne klären wir mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung ab, welche Möglichkeiten für Ihren Fall bestehen. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage. Schicken Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage oder rufen Sie uns an: 01-890 89 65.