12.06.2014 19:39 Alter: 5 yrs

MPC Holland 57: Mietausfälle steigen – Immobilienwerte sinken

Kategorie: Banken und Kredit, Anlegerschutz, Immobilien und Schiffsfonds, MPC-Fonds

Hohe Leerstandsquoten und Mietausfälle haben in den vergangenen Jahren zu einer sehr negativen Geschäftsentwicklung des MPC Holland 57 geführt. Die schlechte Einnahmensituation wird durch einen anhaltenden Wertverfall der Fondsimmobilien noch weiter verschärft.

Wien, am 12. Juni 2014 

Im Jahr 2005 haben österreichische Banken den MPC Holland 57 als sicherheitsorientierte, konservative Investition in wertbeständige und ertragreiche Immobilien verkauft. Der Erfolg der Investition basiere unter anderem auf der langjährigen Erfahrung des Initiators, einem professionellen Immobilienmanagement vor Ort und auf der guten bis sehr guten Bonität der Mieter.

Genau das Gegenteil ist der Fall

Mit Stand Juni 2013 lag die Leerstandsquote des MPC Holland 57 bei 26 % und war daher fast doppelt so hoch wie die durchschnittliche Leerstandsquote für gewerbliche Immobilien in den Niederlanden. Die Leerstände des MPC Holland 57 werden sogar noch zunehmen, da in Utrecht Anfang des Jahres 2015 drei kurzfristige Mietverträge auslaufen. Hinzu kommen weitere Mietausfälle aufgrund des Konkurses eines Mieters in EuroResorts. Die Bonität der Mieter ist daher bei Weitem nicht so gut wie versprochen.

Zudem betrug der Verkehrswert sämtlicher Fondsimmobilien im Jahr 2013 nur noch rund 27,25 Millionen Euro, Tendenz sinkend! Der seinerzeitige Gesamtkaufpreis der Fondsimmobilien war fast doppelt so hoch wie der aktuelle Verkehrswert. Demgegenüber betrug der Darlehensstand bei der finanzierenden Bank Ende des Jahres 2012 rund 25,5 Millionen Euro. Der Wert der Immobilien wird daher nahezu vollständig durch die Fremdverbindlichkeiten des MPC Holland 57 aufgezehrt.

In diesem Zusammenhang forderte die finanzierende Bank für das Jahr 2013 erneut Sondertilgungen von knapp 3 Millionen Euro. Mit Stand Juni 2013 konnte die Fondsgesellschaft die Sondertilgungen aber noch gar nicht leisten, da die Einnahmen weiter gesunken sind. Mittlerweile bezeichnet selbst die Fondsgeschäftsführung die Einnahmensituation – vorsichtig ausgedrückt – als „unbefriedigend“ und sieht für das Jahr 2014 auch gar keine Besserung. Daher rechnet selbst die Fondsgeschäftsführung spätestens ab Ende 2014 – wiederum sehr vorsichtig formuliert – mit einer „äußerst knappen Liquidität“.

Sollte es zu keiner Umkehr dieser negativen Geschäftsentwicklung kommen, haben Anleger den Totalverlust ihrer Einlage zu befürchten. Zudem besteht für Anleger auch die Gefahr, dass von ihnen ausbezahlte Ausschüttungen zurückgefordert werden. Dieses Szenario ist bei den Schwesternfonds MPC Holland 43, MPC Holland 47, MPC Holland 53 und MPC Holland 56 bereits eingetreten.

Haftungsansprüche

Für viele Anleger ist es unverständlich, warum es so weit kommen konnte und nunmehr neben dem Totalverlust des eingesetzten Kapitals womöglich auch die Rückforderung erhaltener Ausschüttungen droht. Dabei war der MPC Holland 57 – wie viele andere Holland-Fonds –  von Anfang an so konzipiert, dass den Anlegern keine Gewinne ausgeschüttet, sondern nur ihr einbezahltes Kapital zurückbezahlt wird. Obwohl Banken und Vermögensberater dies wussten (oder wissen hätten müssen), haben sie Anleger in der Regel nicht über diesen wichtigen Hintergrund und vor allem nicht über die damit verbundenen Haftungsrisiken aufgeklärt.

Bei Nichtaufklärung über dieses konkrete Haftungsrisiko liegt eine Falschberatung vor; Anleger haben dann Schadensersatzansprüche gegen die Unternehmen, in deren Namen die Berater und Vermittler aufgetreten sind.

Achtung Verjährung!

Wenn Sie falsch beraten worden sind, ist es wichtig, dass Sie rasch handeln: Die Verjährung beginnt ab dem Zeitpunkt zu laufen, ab dem ein Anleger erkennen kann, dass er falsch beraten wurde, nicht erst dann, wenn der Fonds mit Verlust verkauft wird. Wer sich vertrösten lässt oder zu lange wartet, läuft Gefahr, dass seine Ansprüche verjähren.

Unser Angebot

Die Kanzlei Schumacher vertritt bereits zahlreiche Geschädigte des MPC Holland 57 insbesondere gegenüber Banken und Vermögensberater, die diesen Fonds vermittelt haben. Wenn auch Sie im Zusammenhang mit dem Erwerb des MPC Holland 57 geschädigt worden sind oder Ausschüttungen von Ihnen zurückgefordert werden, stehen wir Ihnen für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche zur Verfügung.

Gerne klären wir mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung ab, welche Möglichkeiten für Ihren Fall bestehen. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage. Schicken Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage oder rufen Sie uns an: 01-890 89 65.