10.12.2013 18:05 Alter: 5 yrs

MPC Holland 54 – 84% Leerstand droht!

Kategorie: Anlegerschutz, Banken und Kredit, Immobilien und Schiffsfonds, MPC-Fonds

Nach dem Kurzreport 2012/13 der Vierundfünfzigsten Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG drohen der Fondsgesellschaft im Jahr 2015 84% (!) Leerstand der Fondsimmobilien. Betroffen sei hier das Fondsobjekt in Rotterdam, der Büroturm Europoint II. Die Stadt Rotterdam, die bisher diese Fondsimmobilie gemietet habe, plane, im Jahr 2015 auszuziehen.

Wien, am 10. Dezember 2013

Der geschlossene Immobilienfonds Holland 54 des Hauses MPC Münchmeyer Petersen Capital AG in Hamburg wurde ab dem Jahr 2004 exklusiv durch die niederösterreichischen Raiffeisenbanken an ihre Kunden vertrieben. Nach den der Kanzlei Schumacher vorliegenden Vertriebsunterlagen wurde der Holland 54 mit einer „umfänglichen Risikovorsorge durch kalkulatorische Rücklagenbildung“ beworben.

Über eine tragfähige Liquiditätsrücklage verfügte der Fonds bisher jedenfalls nicht. Denn nun sollen bis zum Jahresende 2014 die prognostizierten Ausschüttungen für 2012 teilweise, für 2013 und 2014 komplett zurückgehalten werden, um damit eine Rücklage von immerhin 6 Millionen EURO zu bilden. Allerdings beträgt die Jahresmiete für das Objekt Rotterdam allein 3,8 Millionen EURO. Was also, wenn nicht zeitnah ein Mieter für den Büroturm gefunden wird?

Nach den Mitteilungen der Fondsgesellschaft Holland 54 plant die Stadt Rotterdam ihre Behörden in den neu gebauten Bürokomplex „De Rotterdam“ zu übersiedeln. Dieser gigantische Komplex am Hafen von Rotterdam war jedoch bereits seit 1997 in der Planung. War es möglicherweise bereits zum Zeitpunkt der Auflage des Holland 54 voraussehbar, dass es aufgrund eines Überangebotes an modernen Büroimmobilien zu einem Preisverfalls bei den Büromieten kommen würde?

Und was sagt es über die ab 2015 neu zu verhandelnden Mieten für den Büroturm in Rotterdam aus, dass bei dem unmittelbar neben der Fondsimmobilie Europoint II stehenden Büroturm Europoint III – beide sind ein Komplex und wurden in den 1970er Jahren vom gleichen Architektenteam erbaut - schon 2012 der Verkehrswert um über 17% reduziert worden ist?

Auch andere Hollandfonds in Schwierigkeiten

All dies muss vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass mehr als die Hälfte der Immobilieninvestition des Holland 54 durch ein Darlehen finanziert worden ist. Dieses muss vorrangig aus den Mieteinnahmen bedient werden. Können jedoch längerfristig keine ausreichenden Mieteinnahmen erwirtschaftet werden, kommt es im schlimmsten Fall zu einer Darlehenskündigung und zur vorzeitigen Zwangsverwertung der Fondsimmobilien zu Gunsten der Bank. Das bedeutet für die Anleger einen Totalverlust ihres Investments. Genau diese Situation ist bei den Schwesterfonds Holland 43, Holland 47 und Holland 53 bereits eingetreten.

Haftungsansprüche

Unsere Mandanten berichten, dass ihnen der Holland 54 von den Raiffeisenbanken als risikoarmes Immobilieninvestment verkauft wurde. Das Risiko eines Mietausfalles sei bereits deshalb so gering, so das Verkaufsargument, weil eine Streuung des Investments über drei vermietete Fondsobjekte vorgenommen worden ist. Tatsächlich handelt es sich im Falle des Holland 54 jedoch gerade um eine Risikokonzentration auf nur einen Mieter, der 84% der gesamten Bürofläche anmietete.

Bei Nichtaufklärung über dieses konkrete Haftungsrisiko und auch bei fehlender Aufklärung über die weiteren erheblichen Risiken des Holland 54, wie zB das Risiko einmal erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen, liegt nach unserer Einschätzung eine Falschberatung vor. Anleger haben bei einer solchen fehlerhaften Anlageberatung Schadensersatzansprüche.

Achtung Verjährung!

Gleichgültig ob schon Ausschüttungen ausgeblieben sind oder bereits konkret die Insolvenz Ihres Fonds droht oder eingetreten ist, müssen Sie laufende Verjährungsfristen beachten. Es ist in jedem Fall wichtig, dass Sie rasch handeln: Die Verjährung beginnt ab dem Zeitpunkt zu laufen, ab dem ein Anleger erkennen kann, dass er falsch beraten wurde, nicht erst dann, wenn der Fonds mit Verlust verkauft wird. Wer sich vertrösten lässt oder zu lange wartet, läuft Gefahr, dass seine Ansprüche verjähren.

Unser Angebot

Die Kanzlei Schumacher vertritt bereits zahlreiche Geschädigte der MPC Hollandfonds gegenüber österreichischen Banken und Vermittlungsfirmen. Wenn auch Sie sich im Zusammenhang mit dem Erwerb des MPC Holland 54 falsch beraten sehen, stehen wir Ihnen für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche zur Verfügung.

Gerne klären wir mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung ab, welche Möglichkeiten für Ihren Fall bestehen. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage. Schicken Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage oder rufen Sie uns an: 01-890 89 65.