Makler und Provision

Viele Immobilien werden nur über Makler inseriert. Wer eine Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück sucht, hat daher oft gar keine andere Wahl, als mit Maklern in Kontakt zu treten und bei Vertragsabschluss eine Provision zu zahlen. Die Provisionshöhe beträgt üblicherweise 3 Prozent bei Immobilienkäufen und je nach Befristung ein bis zwei Monatsmieten bei Anmietungen zu Wohnzwecken. Im internationalen Vergleich sind diese Provisionssätze überdurchschnittlich hoch.

Nun könnte man meinen, dass man für überdurchschnittlich hohe Zahlungen auch überdurchschnittliche Leistungen erwarten kann. Das ist leider nicht immer so. Obwohl es sehr bemühte Makler gibt, die ihre Kunden gut betreuen, gibt es in der Praxis regelmäßig Beschwerdefälle.

Typische Streitigkeiten mit Maklern

  • Darstellung eines bindenden Angebots als "unverbindlich": Das Unterschreiben des Angebots wird als reine Formalität abgetan. Interessierten wird verschwiegen, dass sie damit zum Abschluss des Geschäfts verpflichtet sind und die Provision fällig wird.
  • Verletzung von Informations- oder Aufklärungspflichten: Kommen Makler ihrer Aufklärungspflicht nicht nach, besteht ein Anspruch auf Provisionsminderung. Tritt durch die fehlende oder falsche Information ein Schaden ein, haften Makler für diesen.
  • Zu hohe Berechnung der Provision: Bei der Vermittlung von Mietwohnungen ist die Provision von der Nettomiete (ohne Umsatzsteuer) und nicht von der Bruttomiete zu berechnen. Andere Kosten (z.B. Heizkosten) dürfen bei Altbauten in die Bemessungsgrundlage nicht einbezogen werden. Bei Eigengeschäften hat der Makler keinen Provisionsanspruch (auch bei gesellschaftsrechtlichen Verflechtungen). Vermittelt der Hausverwalter, besteht nur die Hälfte des Provisionsanspruchs.
  • Keine Rückerstattung der Provision, wenn ein Kaufvertrag rückabzuwickeln ist.

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