Missbrauch von Zahlungskarten

Auch wenn der Diebstahl einer Geldbörse schon genug Ärger verursacht, kann es erst richtig unangenehm werden, wenn Zahlungskarten in falsche Hände geraten. Selbst bei einer zügigen Kartensperre gelingt es den Tätern immer wieder, hohe Summen zu beheben oder teure Waren einzukaufen. Es stellt sich die Frage, wer für solche Schäden haftet.

Nach Meinung der Banken haftet leider häufig der Kunde, weil er angeblich grob fahrlässig gehandelt hätte. Sie argumentieren gerne damit, dass es nur deshalb zum Kartenmissbrauch kommen konnte, weil der Kunde seine Zahlungskarte bzw. den Code nicht sorgfältig verwahrt hätte.

Keine Haftung von Bankkunden

Bankkunden haften jedoch nicht, wenn:

  • die Zahlungskarte sorgfältig verwahrt wurde. Der Sorgfaltsmaßstab darf dabei nicht überspannt werden. Laut Oberstem Gerichtshof ist etwa die Verwahrung einer Bankomatkarte in einem am Körper getragenen Rucksack nicht sorgfaltswidrig;
  • die Täter den Code ausspähen konnten und dem Opfer dann die Zahlungskarte entwendeten;
  • die Unterschrift des Opfers (erkennbar) gefälscht wurde;
  • der Bankomat von den Tätern manipuliert wurde;
  • die Zahlungskarte nicht entwendet wurde, sondern der Missbrauch mit einer gefälschten Karte erfolgte.

Unser Angebot

Wir sind auf die Vertretung von geschädigten Bankkunden spezialisiert. Für unsere Mandanten verhandeln wir außergerichtliche Lösungen, prüfen die Chancen einer Prozessführung und vertreten in Schlichtungs- und Gerichtsverfahren. 

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