Fremdwährungskredite

Was vor einigen Jahren als günstige Finanzierungsform gepriesen wurde, hat sich als Schuldenfalle für tausende Haushalte entpuppt: der Fremdwährungskredit. Es sind nicht nur die gestiegenen Währungskurse, die Kreditnehmern schlaflose Nächte bereiten. Das größere Problem besteht häufig in der schlechten Wertentwicklung von Tilgungsträgern (z.B. Lebensversicherungen, Wertpapiere), mit denen die Fremdwährungskredite am Ende zurückbezahlt werden sollen. Die Finanzmarktaufsicht ging im März 2012 für die bestehenden privaten Fremdwährungskredite von einer Deckungslücke von 5,3 Milliarden Euro aus, das entspricht einem aushaftenden Kreditvolumen von 18 Prozent. 

Riskante Spekulationsgeschäfte

Endfällige Fremdwährungskredite mit Tilgungsträgern wurden oft als risikoarme Finanzierung dargestellt, waren aber immer riskante Spekulationsgeschäfte. Deshalb wurde ihre Neuvergabe 2008 von der Finanzmarktaufsicht für Privatkunden verboten. Zu spät für viele Haushalte, die nun nicht wissen, wie sie ihre Kredite zurückzahlen sollen.

Beschwerden von Betroffenen zeigen, dass über die Nachteile und Risiken oft nicht ausreichend aufgeklärt worden ist. Vor allem über zwei Aspekte wurde falsch aufgeklärt:

  • Drei Viertel der privaten Fremdwährungskredite sind als endfällige Kredite mit Tilgungsträgern angelegt. Während der Laufzeit des Kredits werden nur die Zinsen bezahlt. Am Ende ist die gesamte Kreditsumme zurückzuzahlen, die mit einem Tilgungsträger angespart werden soll. Diese Konstruktion ist  hochspekulativ, weil drei Risiken zusammenwirken: das Währungsrisiko, das Risiko der Erhöhung des Kreditzinses, das Verlustrisiko des Tilgungsträgers.
  • Die Endfälligkeit des Kredits bewirkt, dass während der gesamten Laufzeit für die volle Kreditsumme Zinsen bezahlt werden müssen. Anders ist es beim klassischen Abstattungskredit: Hier werden mit den Raten Zinsen und Kapital zurückbezahlt. Bedenkt man, dass ein Fremdwährungskredit mit Tilgungsträger oft noch mit höheren Kosten verbunden ist, wäre es wirtschaftlich oft günstiger gewesen, einen - risikolosen! - Abstattungskredit abzuschließen.

Wer bei der Finanzierung über einen Fremdwährungskredit fehlerhaft beraten worden ist, hat Anspruch auf Schadenersatz. Ansprüche können gegen Anlageberater oder Banken durchgesetzt werden. 

Achtung Verjährung!

Wann in diesen Fällen die Verjährung von Schadenersatzansprüchen zu laufen beginnt, ist umstritten und muss im Einzelfall beurteilt werden. Sollten Sie geschädigt sein, sollten Sie dennoch rasch handeln. Zu groß ist die Gefahr einer Verjährung Ihrer Ansprüche.

Unser Angebot

Die Kanzlei Schumacher ist auf die Vertretung geschädigter Bankkunden spezialisiert. Für unsere Mandanten setzen wir Ansprüche wegen der fehlerhaften Beratung in Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten vor der Schlichtungsstelle für Verbrauchergeschäfte und vor Gerichten durch. 

Gerne klären wir mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung ab, welche Möglichkeiten für Ihren Fall bestehen. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage. Schicken Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage oder rufen Sie uns an: 01-890 89 65.